Arbeiten mit Arbeitsblättern

Die Arbeitsblätter im Ratgeber «Das Laufbahnbuch» tragen die Namen «Reflexion 1» bis «Reflexion 16». Reflexion heisst Rückschau, Dinge in Gedanken widerspiegeln. Auseinandersetzung mit sich selber bedeutet immer wieder Rückschau und Spiegelung und bedeutet auch Arbeit. Selbst wenn der Blick für Ihre Vision nach vorne fokussiert, steht dahinter die Frage, was anders werden soll als bisher.

Hilfreich ist eine gewisse «Lockerheit» im Umgang mit den Arbeitsblättern und ihren Anregungen. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Arbeiten Sie in derjenigen Form und so viel, wie Sie es für sich als sinnvoll erachten.

Auswahl der «Reflexionen»

Alle 16 Themen durchzuarbeiten würde sehr viel Aufwand bedeuten. Schauen Sie sich die einzelnen Aufgaben gut an und überlegen Sie, was für Ihre Situation, für Ihren Stand von «Laufbahnbewusstheit» und für Ihre Fragen sinnvoll scheint.

Die «Reflexionen» enthalten Fragen und Themen, zu denen Sie sich Gedanken machen können. Schauen Sie sich diese «Angebote» gut an. Es geht nicht um Vollständigkeit, es geht darum, dass Sie das bearbeiten, was Ihnen wesentlich erscheint, was bei Ihnen etwas auslöst.

Den Prozess hüten

Fassen Sie die Aufeinandersetzung als Teil eines Projektes auf und treiben Sie Projektmanagement. «Hüten» heisst, am Prozess bleiben, Schritte und Termine planen und diese ernst nehmen. Geben Sie nicht gleich auf, wenn das nicht auf Anhieb gelingt, beginnen Sie einfach von vorne. Vielen fällt Selbstdisziplin schwer. Gehen Sie in kleinen Schritten vor, jedes Schrittchen ein Termin, ohne die Agenda zu überladen. Gibt es eine Bezugsperson, die Sie mit einbeziehen können? Vereinbaren Sie mit ihr Daten, an denen Sie über ihre Fortschritte berichten. Setzen Sie nach Ihrem Bericht stets neue Ziele. So entsteht allmählich Verbindlichkeit zu sich selber. Vergessen Sie nicht: Auch diese Dinge wollen geübt sein.

Selbstbefragung ist lernbar

Führen Sie Gespräche mit Ihrer Familie, Ihrer Partnerin, Ihrem Partner oder mit anderen Menschen. Diese Unterstützung hilft Ihnen, gewisse Fragen einfacher zu beantworten. Die Menschen aus Ihrem Umfeld können als Ergänzung zu Ihrem Selbstbild Fremdbilder «zeichnen». Der Vergleich von Selbst- und Fremdbild verhilft zu einer realistischen Selbstsicht. Eine gute Grundlage für ein Vorstellungsgespräch.

Fachleute beiziehen

Wenn Selbstbefragung und private Gespräche nicht zu den gewünschten Antworten führen und Sie an Grenzen stossen, dann können aussenstehende Fachleute weiterhelfen. Fachleute unterstützen Sie auch, wenn die Fragen Sie verunsichern und wenn es niemanden gibt in Ihrem Umfeld, mit dem Sie diese Dinge diskutieren können oder möchten.

Achtung

Die Arbeit mit Vergangenheit, Ressourcen- und Lösungssuche kann schwierige Momente wieder aufleben lassen und kann darum belastend sein. Wenn Sie davor Respekt haben oder sich gar gegenwärtig psychisch nicht stabil fühlen, sollten Sie vorsichtig sein, auf einen unbegleiteten Prozess verzichten und das Gespräch mit Fachleuten suchen. Falls Sie gegenwärtig in einer psychotherapeutischen Behandlung sind, reden Sie mit Ihrer Therapeutin, Ihrem Therapeuten darüber.

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Standortbestimmung